Das Leben, wie es ist und seine Zwischentöne

In die Herzen sehen

14. Juli 2010

Der Steppenwolf saß vor einiger Zeit in einer Fußgängerzone und genoss das herrliche Wetter. Es ging ihm richtig gut, fühlte sich voller Energie und war ganz bei sich. Er beobachtete die vorbei gehenden Menschen und merkt mit der Zeit, dass er einen besonderen Bezug zu ihnen hatte, denn er konnte fühlen, wie es ihnen ging.

Der Steppenwolf sah eine junge Frau, die zwar relativ normal drein blickte, aber er fühlte bei ihr sofort, dass sie ziemlichen traurig war und Kummer hatte. Das wunderte ihn erst mal, denn im Äußeren merkte man es ihr nicht an, aber innerlich war sie sehr mit ihren Problemen beschäftigt.

Immer noch ziemlich überrascht, sah er sich -jetzt absolut bewusst- die Menschen an. An ihm lief ein Händchen haltendes Pärchen vorbei -sie schwanger, er neben ihr- und der Steppenwolf spürte (und sah), dass sie voller Liebe und gedanklich bei ihrem ungeborenen Kind war. Er dagegen lief zwar neben ihr, war aber gedanklich irgendwo und ganz weit weg, obwohl man ihm das nicht ansehen konnte – der Steppenwolf wusste es einfach.

Der Steppenwolf konnte in diesen Momenten den Menschen in die Herzen sehen. Das hat er nie mehr wieder geschafft.


Die Wahrheit in den Worten

13. Juli 2010

Eine Freundin Steppenwolfs wurde gefragt, wie es ihr denn gehen würde.

Frage: “Wie geht es Dir denn?”
Antwort:  “Ich lebe von meinem Mann getrennt.”
Frage:  “Wie lange schon?”
Antwort:  “Seit einem guten Jahr!”

Mit einem guten Jahr meinte sie “ungefähr ein Jahr”, was aber für sie wohl ein gutes Jahr war…

Interessant ist, dass dem Steppenwolf aufgefallen ist, dass wenn er seinen heftigen Tinnitus beschreibt, des Öfteren -um dessen Intensität zu beschreiben- “Ich habe einen Tinnitus, dass es pfeift” sagt. Noch Fragen?


Geschichten aus dem Alltag: Man muss es nur versuchen

12. Juli 2010

Vor kurzem hatte der Steppenwolf und seine Kollegen in der Arbeit eine Umfrage, wie man mit den Arbeitsbedingungen zufrieden ist. Das Gesamtergebnis der Abteilung war verheerend und deswegen gab es eine Besprechung mit der Chefin.

In dem Gespräch hat es dann der Steppenwolf endlich geschafft, im Gegensatz zu den Kollegen die Klappe aufzumachen und die Missstände anzusprechen. Ihm stinkt es nämlich, dass alles mind. Prio 1 und am besten gestern schon fertig ist. Die Qualität der Arbeit ist dann dementsprechend ungenau… (Das hat ihn auch sehr gefreut, denn wie soll sich etwas ändern, wenn man es nicht anspricht. Nur unzufrieden sein ist der falsche Weg. Übrigens: als der Steppenwolf den Mund aufgemacht hatte, konnte plötzlich jeder Kollege etwas dazu sagen; aber aus eigenem Antrieb – nein!).

Die Antwort unserer Chefin war, dass das nicht anders geht, weil der Vorstand und die Konzernmutter so schnell wünschen. Und da sträubt sich etwas ihm Steppenwolf. Wie kann man sagen, dass es nicht geht, wenn man es nicht mal versucht hat? Vielleicht ist dem Vorstand gar nicht klar, welchen Zeirdruck wir haben und ein paar Stunden mehr das Ergebnis präzisieren? Und da kommt dann auch noch ins Spiel zu wissen, wie der andere denkt. Annahme ist, dass der Vorstand mehr Zeit nicht akzeptieren würde, aber wissen tut es keiner.


Satsang mit Samarpan im August 2010

12. Juli 2010

Von 4. bis 10.08.2010 ist Samarpan wieder in München, um seine Satsangs abzuhalten. Da es dem Steppenwolf bei seinem letzten Besuch gut gefallen hat, könnte er sich vorstellen, dort wieder vorbei zu schauen. Aber nur, wenn es sich ergibt, also sein soll…

Satsang mit Samarpan, München: Details


Sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst (2)

11. Juli 2010

Nachdem Steppenwolfs Bauchgefühl vor dem Halbfinale Spanien – Deutschland gesagt hat, dass Deutschland nicht ins Finale kommt (“Sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst”), hat er auch ein Bauchgefühl bezüglich des kommenden Fußball-Weltmeisters – es wird Spanien werden!

Schon vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft waren die Spanier WM-Favorit für Steppenwolf. Da aber die Deutschen dann so gut gestartet sind, schwenkte er natürlich um, weil die deutsche Mannschaft absolut das Potential auf den Titel hatte. Und die Niederlande wurden während der Vorrunde der Geheimfavorit des Steppenwolfs.

Der Steppenwolf hat einfach ein gutes Bauchgefühl – vielleicht sollte er noch öfter darauf hören. Damit hat er alle Begegnungen des deutschen Teams + Finale richtig getippt.


Weisheiten (15)

11. Juli 2010

“Wer alles verstehen möchte, ist nicht im Fluss des Lebens und verpasst das Schönste.”

(Steppenwolf)


Tiefe Gefühle eines kleinen Kindes

10. Juli 2010

Der Steppenwolf hat mit diesem kleinen Kind nach dem Spanien-Spiel mit gelitten, weil es so alt wie seine Tochter ist. Hier ist das Video auf YouTube  dazu Gefühle eines kleinen Kindes


Schmerz ist Erziehungssache

10. Juli 2010

Der Fall eines kleinen Kindes, den der Steppenwolf auf einem Spielplatz gesehen und in dem “Beitrag Geschichten aus dem Alltag: Erziehung Old School” beschrieben hat, war auch der Auslöser für diesen Artikel.

Wenn Steppenwolfs 5-jährige Tochter mal so richtig verunfallt, bleibt sie erst einmal liegen – und hier kann man den Fehler machen. Fast alle Eltern würden jetzt panisch auf ihre Kinder zu laufen… “Das ist ja schlimm, hast Du Dir weh getan??”. Da ist es nicht verwunderlich, dass das Kind durch die negativen Schwingungen der Eltern natürlich das Weinen anfangen wird.
Der Steppenwolf macht es anders. Oft erschrickt er über das, was seiner Kleinen gerade passiert ist. Er geht auf sie zu (und seine Kleine sieht ihn dann voller Erwartung an und erwartet eine Reaktion). Je nachdem, wie diese dann ausfällt, reagiert seine Kleine dann auch entsprechend. Der Steppenwolf lacht sie an uns sagt etwas wie “Coole Aktion” oder “das war eine reife Leistung!“. Ihre Züge entspannen sich und sie lacht, weil er ihr gezeigt hat, dass sie sich nicht weh getan hat.

Es war ein längerer Weg, das zu lernen. Und auf diesem Weg krampfte sich das Herz des Steppenwolfs immer wieder  zusammen, wenn seine Kleine verunfallte und er ihr zeigte, dass alles in Ordnung ist. Aber es hat sich gelohnt, denn sie entscheidet nun selber, ob sie sich weh getan hat.

Da fällt dem Steppenwolf ein, dass er ja auch einen Beitrag über Ur-Vertrauen schreiben könnte…


Krake Paul – muss ich mir Sorgen um Deutschland machen?

9. Juli 2010

Es gibt im deutschen TV die Live-Übertagung mit einer Krake namens Paul, die eine Miesmuschel aus einem Aquarium zieht, um ein Orakel vorher zu sehen. Muss ich mir Sorgen machen? Neeeeiiiiiin, wirklich nicht…

Übrigens wird nach diesem Orakel Deutschland Dritter und Spanien Weltmeister. Ein Tipp, den der Steppenwolf bestätigen kann (siehe Beitrag “Sagt nicht, ihr hättet es nicht gewusst”)


Niemand MUSS irgendetwas machen

9. Juli 2010

Wäre der Steppenwolf nur konsequent im Denken und Handeln…
Heute ist nämlich ein Tag, der bei Steppenwolf sehr ruhig angefangen hat und an dem er sehr in sich gekehrt ist. Das Gefühl dazu ist, dass er gar nicht in die Arbeit gehen sollte. Aber müsste er denn in die Arbeit gehen?

Steppenwolfs Einstellung ist, dass man nichts machen muss, was man nicht will – demnach auch nicht arbeiten. Und hier ist der Steppenwolf inkonsequent, denn sonst wäre er zuhause geblieben. Und wäre er absolut aufrichtig gewesen, dann hätte er in der Arbeit noch gesagt, dass er heute nicht arbeiten möchte, weil es sich nicht gut anfühlt. (Na ja, ob das so eine gute Idee wäre?).

Der Steppenwolf ist also etwas inkonsequent, aber erkennt das auch. Aber Fakt ist, dass niemand etwas machen muss, nur sollte er sich dann der Konsequenzen bewusst sein und damit leben können.

Der Steppenwolf schmunzelt bei diesem Beitrag…