Das Leben, wie es ist und seine Zwischentöne

Menschen sehen, wie sie sind

18. Juli 2010

4:00 Uhr – der Steppenwolf ist wieder zuhause. Er war in einer angesagten Diskothek unterwegs und hat sich, weil es sich zwangsläufig so ergibt; die Menschen angeschaut. Im Gegensatz zu sonst, konnte er sie aber einfach so sehen, wie sie waren, ohne für sich Psychogramme zu erstellen. Das hatte in der Vergangenheit nichts mit werten, sondern mit “hinter ihre Fassaden schauen” zu tun – trotzdem nicht notwendig. Heute war alles, wie es war und damit wirklich schön!


Sonnenuntergang

17. Juli 2010

Gestern gab es einen sehr eindrucksvollen Sonnenuntergang über Enkering; gesehen von der kraftvollen Schellenburg aus…

Sonnenuntergang über Enkering


Der Tinnitus und seine Bedeutung

17. Juli 2010

Dem Steppenwolf war schon immer die psychosomatische Bedeutung seines Tinnitus bewusst. Es musste immer in die Richtung “Nicht hören wollen” gehen oder in die Richtung “mir wird etwas gesagt, was ich zwar höre, aber nicht verstehen kann”.
Nun hat der Steppenwolf aber durch das Lesen des Buchs “Krankheit als Weg” von Ruediger Dahlke entdeckt, dass dieser Gedanke zwar richtig ist, aber nicht ganz fertig gedacht wurde. Ihm wurde bewusst, dass der Tinnitus ja ein Geräusch des Körpers, genau genommen des Ohres ist. Und dann ist dieser Gedankengang nämlich konsequent bis zum Ende gedacht “Ich möchte nicht in meinen Körper hören!”.


Wunsch erfüllt

16. Juli 2010

Der Steppenwolf hat heute Abend ein Date mit R. und freut sich sehr darauf. Da er sich mit ihr richtig gut versteht und mit ihr vertraut  ist, enstand in Steppenwolf doch langsam eine gewisse Erwartungshaltung. Als er sich dessen bewusst wurde, wünschte er sich, dass er diese Erwartungen, Wünsche und Träume los wird und vollkommen “unbelastet” in das Treffen geht, denn selber hätte er es nicht geschafft.

Seit der Steppenwolf aber heute ins Hier und Jetzt gekommen ist (Beitrag “Meditation …”) und das im Moment auch richtig gut leben kann, weiß er, dass ihm sein Wunsch erfüllt wurde. Danke!


Ausgeglichen

16. Juli 2010

Gestern gab es von meiner Chefin die Aussage, dass ich in den letzten Jahren ruhiger geworden bin und nun “sehr ausgeglichen” sei. Das ist nun das zweite Attribut, das ich nach “Duchgeknallt” (Beitrag Durchgeknallt) bekommen habe. Der Steppenwolf ist also durchgeknallt und sehr ausgeglichen und…


Erwartungshaltung – so geht es auch

16. Juli 2010

Als der Steppenwolf nach seiner Meditation -vollkommen im Hier und Jetzt angekommen- aus dem Zug ausstieg und zum Ausgang ging, kam M. schnellen Schrittes von hinten und legte ihren Arm um ihn. Er war überrascht, aber hocherfreut, denn er hatte sie schon lange nicht mehr gesehen. Und dann wurde dieser Moment ewig, denn waren beide miteinander verbunden und voller Liebe und Offenheit.

M. ist eine Frau, die der Steppenwolf gelegentlich im Zug sieht, mit ihr ratscht und flirtet. Oft, wenn er sich gefreut hatte, sie zu sehen, verpassten sich beide und er ärgerte sich, weil er sie gerne gesehen hätte. Das ist das Leben in einer Erwartungshaltung. Aber heute war es so, wie es sein sollte, denn beide waren in diesem Moment im Hier und Jetzt!

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Meditation ins Hier und Jetzt

16. Juli 2010

Der Steppenwolf war heute früh wieder in einem vollbesetzten Pendlerzug zur Arbeit unterwegs. In dieser Umgebung schloss er die Augen und zu leiser, ruhiger Musik von Café del Mar spürte er nach kurzer Zeit die Besonderheit dieses Moments. Er beschloss, achtsam gegeüber sich und dem Augenblick zu sein, fühlte in seinen Körper und wurde unglaublich ruhig. Der Kopf wurde leise, der Gedankenlärm verstimmte vollends und er fühlte sich mit allem verbunden - er war in diesem Moment absolut im Hier und Jetzt angkommen.

Daran änderte sich auch nichts, als er den Zug verlies, denn er achtete auf sich und die Schritte, die er bewusst setzte. Dadurch blieb er noch im Hier und Jetzt und war befreit von lästigen Gedanken, Gefühlen, der Vergangenheit und Zukunft.

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Die Erwartungshaltung – ein Beispiel

15. Juli 2010

Gestern Abend wartete der Steppenwolf auf eine Mail von R., mit der er schon einige Zeit einen sehr vertrauten Briefwechsel führt. Immer wieder schaute er in sein Mailprogramm, drückte “Senden/ Empfangen”, aber es tat sich einfach nichts. Der Steppenwolf war darüber -wenn man es genau nimmt- enttäuscht und ging fast schon beleidigt ins Bett.

Als der Steppenwolf so da lag und sich ansah, warum er jetzt so drauf ist, kam ihm -und das war nicht schwer zu erkennen-, dass er nicht den Augenblick lebt, sondern in einer starken Erwartungshaltung. Er war auch ziemlich erstaunt, dass er wieder in ein solches Verhalten zurück gefallen war, denn er kann den Augenblick wirklich sehr gut leben. Um -wie in diesem Fall- die Erwartungshaltung verschwinden zu lassen, führte er sich vor Augen, dass bei R., die dem Steppenwolf sehr gerne schreibt, etwas dazwischen gekommen sein muss und deswegen nicht geschrieben hat. Schließlich kann er nicht davon ausgehen, dass sie den ganzen Abend vor dem Rechner sitzt, um darauf zu warten, mir antworten zu können. Un d mit dieser denke entspannte sich der Steppenwolf richtig und es wurde gut!

Aber es kam noch besser! Der Steppenwolf liest gerade Dan Millmans Buch “Der Pfad des friedvollen Kriegers” und ist gerade an der Stelle, an der der Hauptdarsteller Dan ebenfalls in der Erwartungshaltung lebt und sein Lehrer Socrates sich über ihn lustig macht, weil er so von seinen Erwartungen und Gedanken geprägt ist. Darüber musste der Steppenwolf erst lächeln und dann herzhaft lachen, weil er absolut wie Dan am Anfang dessen Entwicklung ist – wobei er sich nicht ausgelacht. sondern über sich gelacht hat. Danach war der Steppenwolf so richtig gut drauf und vermisste die Mail von R. gar nicht mehr!

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Dickes Fell oder einfach nur fett?

15. Juli 2010

Am Wochende war der Steppenwolf in einem Freibad und lies sich die Sonne auf den Pelz brennen. Da so ein Freibad ein idealer Ort ist, um sich Menschen anzuschauen, tat er das auch und ihm fiel etwas auf. Ein großer Teil der Menschen ist dick und ein nicht unerheblicher Teil ist regelrecht fett; darunter auch viele Kinder.

Auch wenn ihr jetzt glaubt, dass der Steppenwolf lästern würde, liegt ihr falsch, das ist nicht sein Stil! Es ist ihm egal, wieviel die Menschen essen und auf sich achten, aber auffällig ist es schon, wie sehr sich die Menschen eine zweite Haut (= Fett) zulegen. Im normalen Leben wäre es Bewegungsmangel, Veranlagung oder “schwere” Knochen, aus Steppenwolfs Sicht aber nicht. Übergewichtige Menschen “fressen alles in sich hinein” und legen sich eine “dickere Haut” zu. Damit umgehen sie die Notwendigkeit, sich die Baustellen anzuschauen und zu bearbeiten, die sie in ihrem Leben aufgetan haben. Fettsucht ist also hauptsächlich psychosomatisch und nichts Körperliches!


Polarität – oder Sich nehmen wie man ist

14. Juli 2010

Der Steppenwolf steckt gerade tief in einer Entwicklung. Er ist ein guter Mensch und lebt das auch ohne Probleme und zur Zufriedenheit aller. Nur merkt er gerade, dass es nicht nur ein “gut”, sondern auch ein “böse” in ihm gibt. In einer solchen Situation hat er vor kurzem einen Menschen sehr verletzt; wie er anfangs dachte, aus dem Unterbewusstsein heraus. Aber als der Steppenwolf absolut gnadenlos ehrlich zu sich selbst war, wurde ihm klar, dass er diesem Menschen bewusst weh getan hat (wenn auch ohne nachzudenken). Darauf kam er, weil er es erst auf sein Ego schieben wollte, aber es gibt kein Ego an sich, sondern das ist eine Seite des wahren Selbst, d.h. ich kann es nicht aufs Ego schieben, sondern es bin ICH selbst.

Diese Erkenntnis tat dem Steppenwolf schon weh und widerspricht… -was eigentlich?- … es widerspricht dem Bild,  das er von sich hat und wie er immer gerne sein möchte. In der Tiefe seines Herzens ist er auch ein wunderbarere und guter Mensch, aber das eine geht nicht ohne dem anderen. Die Entwicklung, die er nun durchmachen muss ist, diese Seite ohne wenn und aber zu akzeptieren, denn es ist ein Teil von ihm, den er akzeptieren sollte.

In der Theorie hatte es der Steppenwolf ja schon immer gewusst (siehe Beitrag “Es geht nicht ohne Polarität”), aber erst aufgrund dieses Beispiels wurde es ihm ins Bewusst-sein geholt. Jetzt ist die Praxis da!