Das Leben, wie es ist und seine Zwischentöne

Hör mal, wer da spricht

29. Juli 2010

Wenn Steppenwolfs Kleine nicht das bekommt, was sie möchte, wird sie recht schnell bockig. Das ist auch kein Problem und er weiß immer, wie er sie nehmen muss, dass die ganze Sache sauber und ohne übermäßigem Zwang gelöst wird. Leider hat seine Kleine aber seit einiger Zeit die dunme Angewohnheit, dabei völlig genervt, sauer, schnippisch und neunmal klug zu werden.

Das ist eine neue Herausforderung für den Steppenwolf, denn das hat sie sich von ihrer Mutter (meiner Ex-Frau) abgeschaut und nun spricht sie durch meine Kleine zu mir. Ein großes Lern- und Toleranzpotential tut sich hier auf!


Weisheiten – Die Chance des Augenblicks

28. Juli 2010

Jede Chance könnte die letzte sein. Wenn Du sie bekommst, gibt es keinen besseren Moment als diesen – also nutze ihn.

(Steppenwolf)

H., das gilt Dir!


Kindeserziehung: Was läuft hier ab?

27. Juli 2010

Manchmal macht sich der Steppenwolf intensiv Gedanken, wie die Erziehung seiner kleinen -5-jährigen-Tochter bei ihrer Mutter abläuft.
Heute spielte seine Kleine nämlich mit Wasser in einer Frischhaltebox auf dem Küchentisch, als sie plötzlich das Ende der Bank übersah, auf den Boden stürzte und die Box samt Wasser auf dem Küchenboden verteilte. Seine Kleine sah ihn an, fing sofort das Weinen an und rief voller Entsetzen “Das wollte ich nicht, es tut mir leid, hoffentlich ist nichts passiert!”. Der Steppenwolf kniete sich ruhig zu ihr hinunter, nahm sie in den Arm und fragte sie “Hast Du Dir weh getan?”. Als sie verneinte, sagte er, dass alles gut ist, so lange sie sich nichts getan hätte.  Was sollte denn schon Schlimmes passieren, so lange sie unverletzt bleibt? Das Wasser war nach 5 Minuten weggewischt und sie nach 10 Minuten wieder “trockengelegt” und das führte er ihr auch immer wieder vor Augen, worüber sie heilfroh war!

Aber die Frage, die sich der Steppenwolf stellt ist, dass eine solche Reaktion nicht von ungefähr kommt. Er hat noch so reagiert, dass seine Kleien ein solche Reaktion zeigen hätte müssen, aber er ist sich sicher, dass es von der “anderen Seite” kommt. Sehr traurig, aber er wird ihr immer das Gefühl geben (und hat es auch schon immer gemacht), dass es egal ist, was passiert, solange nichts wirklich Schlimmes wie schwere Verletzung eintreten.


Kindeserziehung: Einschränkung der Kreativität

27. Juli 2010

Gestern war der Steppenwolf mit seiner 5-jährigen Tochter fast den ganzen Tag im Playmobil-Fun Park unterwegs. Das das Wetter aber oft den Outdoor-Aktivitäten einen Strich durch die Rechnung machte, war für die Kinder auch viel Spielen mit Playmobil Indoor angesagt, getrennt nach Themenbereichen wie Schule, Krankenhaus, Feuerwehr, Baustelle, Piraten, usw.
Dabei ist dem Steppenwolf aufgefallen, dass viele Eltern wenig Ahnung von Erziehung haben und alles andere machen, als die Kreativität ihrer Kinder fördern. Er beobachtete sehr oft, dass Eltern ihren Kindern zeigten, wie sie “richtig” spielen, was sie falsch machen oder z. B. Jungs vom Themenbereich Krankenhaus “abgezogen” und zu “männlichen” Themenbereichen gesteckt wurden. Steppenwolfs Kleine spielte gestern gerne Baustelle und Feuerwehr, was er sehr schön fand, weil sie dabei -ohne erkennbares System- sehr kreativ war. Ob das in den Augen eines Erwachsenen nun Sinn macht oder nicht, ist völlig egal, denn das ist ja das Schöne an der Kreativität, dass sie sich nicht festlegen lässt.

Viele Erwachsene “bespielen” ihre Kinder und nehmen nicht an, wie sie sich entwickeln. Das zerstört die Kreativität und auch die Entwicklung eines Kindes. Keine Ahnung, was aus Steppenwolfs Kleiner mal werden wird, aber er macht sich keine Sorgen, dass sie lieber mit einer Autorennbahn und Eisenbahn als mit Puppen spielt.

Der Playmobil-Fun Park ist wirkllich ein genialer Freizeitpark für Kinder, der zu günstigen Preisen sehr umfangreich ist. Egal, ob es sich um Sand spielen, Baden, Klettern und den unterschiedlichsten Themenbereichen im In- und Outdoor-Bereich handelt, sollte man schon einen ganzen Tag für den Aufenthalt einplanen! Und organisiert ist alles vorbildlich und nur auf Kinder abgestimmt.


So arm sind die “Armen” nicht

27. Juli 2010

“Knapp 460 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten die katholische und die evangelische Kirche aus den Ländern – zu viel, sagen führende Landespolitiker.”

Endlich kapiert es mal jemand, auch wenn die Gründe der Politiker “nur” der Zwang zum Sparen ist. Der Steppenwolf dagegen würde die Kirchen nicht mehr bevorzugt behandeln und unterstützen, weil mir das ewige “Wir sind so arm” nervt und jede Kirche z.B. damals in die Schrottanleihen investiert und finanzielle Verluste erlitten hatten. Aber wichtiger für Steppenwolfs Meinung ist seine Einstellung generell zur Kirche (den großen “Volkskirchen”) als Institution, was man in dem BeitragIst Spiritualität und Religion dasselbe? nachlesen kann.


Momente der Schwäche

26. Juli 2010

Nach einem schönen Tag mit seiner 5-jährigen Tochter wollte der Steppenwolf sie ins Bett bringen. Wegen einer belanglosen Sache, die nicht nach ihrem Kopf ging, fing sie an zu weinen. Er nahm sie auf die Seite und wollte sie beruhigen, aber sie lies sich nicht. Stattdessen weinte sie weiter und sagte “Ich will heim zur Mama, die sorgt sich wenigstens um mich!”. Harter Stoff am Abend nach einem wunderschönen Tag gemeinsam, aber das hat den Steppenwolf nicht mal sehr beunruhigt, denn er wusste, dass dieser Moment kommen würde. Genauso wie der, wo sie sich (irgendwann in der Zukunft) von ihm abwendet und nicht mehr ihren Papa vergöttert, wie sie es jetzt tut.

Das, wo der Steppenwolf aber absolut auf dem falschen Fuß erwischt wurde, war “Papa, wieso bist Du ausgezogen und hast die Mama alleine gelassen? Wärst Du noch da, könnten wir viel Spinnifankerl [bayer. für Blödsinn] machen, zusammen Brotzeit machen und zusammen leben!” Diese Diskussion stand noch aus, aber trotzdem ihm war das zu viel und er lag Arm in Arm mit seiner Tochter und weinte; es war ein Moment der Schwäche. Schwäche nicht wegen des Weinens, sondern weil er weiß, dass alles so gut ist. Obwohl sein größter Wunsch wäre, in einer Familie zu leben, ist es im Bezug auf seine gescheiterte Ehe richtig wie es ist. Nichts, aber auch gar nichts, sollte jetzt anders sein, auch wenn sein Leben deutlich schwerer, anspruchsvoller und mit mehr Klippen wurde. Aber wäre er jetzt noch verheiratet, wäre er nie dazu gekommen, seinen (eigenen) Weg zu gehen. Trotzdem berühren dann solche Worte eines Kindes bis ins Mark und versuchen, ehemalige Wunden aufzureißen!

Der Steppenwolf freute sich trotzdem, dass er seine Gefühle nicht weggedrückt hat, um sie nicht seiner Tochter zu zeigen, auch wenn er weiß, dass sie das bei ihrer Mutter erzählen wird. Insgesamt (im Nachhinein gesehen) eine Lernaufgabe, die er aber mit Hilfe seines Herzens souverän lösen konnte.


Weisheiten – Stille

26. Juli 2010

Man hört den Lärm nur, weil man Angst vor der Stille hat.

(Steppenwolf)


Was ist Liebe? Eine persönliche Betrachtung (2)

25. Juli 2010

Ich liebe Dich
Der Steppenwolf ist sehr sparsam viel zu lange mit dem Ausdruck “Ich liebe Dich” extrem sparsam umgegangen. Der Gedanke, es zu sagen (ja, wieder sein Kopf!), war ihm eher fremd, obwohl es sicher jeweils immer gestimmt hätte. Es kam ihm im Nachhinein betrachtet immer so vor, als würde er sich diesen Satz immer für eine besondere Person und eine besondere Gelegenheit aufsparen wollen. Als er in seine Gefühle zu A. genauer hinein spürte, merkte er, dass er sich richtig verliebt hatte und sie auch wirklich liebt. Diese wunderschöne Erkenntnis, mit der er A. aber nicht konfrontierte, denn sie hätte genauso wie der Steppenwolf, erst einmal gar nicht damit umgehen können.

Wieso wird “Ich liebe Dich” so selten gebraucht? Ok, die Amerikaner lieben alles und jeden und der Steppenwolf war so frei zu behaupten, dass die wenigsten Amerikaner wissen, was Liebe ist. Die Erkenntnis jetzt, dass diese Wertung völlig ungerecht fertigt war, denn ob Michael Jackson oder Barack Obama “I love you sagt ist völlig egal, denn für jeden ist es Liebe. Jeder Mensch liebt auf seine eigene Art und Weise und niemand kann sich ein Urteil darüber erlauben.

Bei Steppenwolf war es so, dass er es in der Vergangenheit viel zu selten gesagt hat. Es hat wohl immer gestimmt und wäre in diesem Moment immer richtig gewesen; genau in diesem Moment und entsprechend seiner Gefühlslage und seinem Entwicklungsstand.

Echte Liebe
Der “normale” Mensch wird sich sicher nicht oft die Frage stellen, ob seine Gefühle der Liebe echt sind und kommt sicher auch nicht darauf, es zu tun. Der Steppenwolf dagegen schon und das zeigt einen anderen Aspekt der “Liebe”. Steppenwolfs Thema war lange –so dachte er- das Thema “Ego” und er beschäftigte sich damit (bis ihm die Erkenntnis kam, dass das Ego kein eigenständiger Teil von ihm ist, sondern ganz er selber). Und im Hinblick auf die anderen Menschen und dem Ego, ist das, was sie als Liebe bezeichnen, oft auch eine Besetzung durch persönliche Entwicklung, Erfahrungen, Lebensumstände, Erwartungen und Ansprüchen geprägt – und ist nicht das Gefühl Liebe.

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Eine Aufgabe des buddhistischen Wegs

24. Juli 2010

Kaum sind die meisten Baustellen in der (finalen) Fertigstellung, kommt bereits die nächste große Aufgabe auf den Steppenwolf zu. Die wird dann heftig werden, denn es geht nicht weniger als darum, wirklich den buddhistischen Weg zu gehen und dazu muss er die Aufgabe unweigerlich lösen! Geahnt hatte er es schon, dass sie vielleicht noch kommen würde, aber nun ist sie da – und sollte unbedingt angegangen werden!


Was ist Liebe? Eine persönliche Betrachtung (1)

24. Juli 2010

Jetzt schreibt der Steppenwolf einen Beitrag, bei dem er gar nicht weiß, was und wie viel hinterher heraus kommt.

Wenn ihr den Steppenwolf-Blog regelmäßig lest, sind Euch zwei Dinge sicher nicht entgangen: Zum Einen wollte der Steppenwolf den Artikel “Was ist Liebe?” schreiben und zum Zweiten, dass es sich viel in seinen Beiträgen um die Liebe dreht; unter anderem, weil es ihn sehr beschäftigt. Bei dem geplanten Beitrag “Was ist Liebe?” hatte immer im Kopf, es eher nüchtern, sachlich und teilweise aus psychologischer Sicht zu betrachtet, um dann darüber zu schreiben. Das wollte er, aber es kam anders! Nachdem er in letzter Zeit viel über seine Gefühle zu einer Frau, der Liebe und menschlichen Re-aktionen in diesem Zusammenhang auf Steppenwolf-Blog geschrieben hatte, fiel ihm auf, dass er gar keine Stoffsammlung mehr machen musste. Es reicht, wenn er seine Beiträge über die Liebe zu einer bestimmten Frau sammelt und interpretiert, weil so ziemlich alle Facetten (außer Hass) in dem Erlebten vorkommen.

Was ist Liebe? (stark autobiografisch)
Der Steppenwolf hat sich Anfang des Jahres in A., eine Arbeitskollegin, verliebt. Da er ein kopfgesteuerter Mensch ist und sich sehr gut kennt, traute er sich und seinen Gefühlen nicht über den Weg und dachte über darüber nach. In seinem Hinterkopf lauerte nämlich immer wieder das Thema “Ego” und wegen seines sehr präsenten Kopfes war er skeptisch, das zu fühlen, was er glaubte zu fühlen. (Wunsch und Wirklichkeit klaffen da mitunter auseinander, wenn man ehrlich sich gegenüber ist).Dabei kam ihm die erschreckende und absolut wahre Erkenntnis, dass wenn er über Gefühle nachdenken muss, ob es Liebe ist, es eben keine sein können, denn Liebe spürt man und verarbeitet sie nicht im Kopf (oder denkt über sie nach).
Aber wieso lässt er ausgerechnet seinen Kopf so präsent werden? Es ist der Kontrollverlust! Der Steppenwolf war schon immer ein offener Mensch und sieht es auch immer noch so. Aber er hat sich aber nach wirklich mühsamer und hartnäckiger Arbeit über Selbstreflektionen herausgefunden, dass es die Angst ist, los zu lassen, die Kontrolle zu verlieren, die ihn so kopfgesteuert sein lässt. Die Kontrolle zu verlieren bedeutet, die typisch männlichen Attribute wie Verstand, Kontrolle, Stärke und Sicherheit abzugeben (Animus) und die typisch weiblichen Eigenschaften wie Gefühle, Schwäche, Emotionen und den Verlust der Kontrolle (Anima) anzunehmen. Erst wenn man alles aufgibt und sich selbst verliert, gewinnt man alles! Würde man das Thema noch weiter vertiefen und in die Theorie treiben, ist es die Anima, die weibliche Seite, die der Steppenwolf bei sich integrieren sollte. Würde er auch gerne machen, wenn er nicht der Meinung wäre, dass es bereits passiert sei.

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