24. Juli 2010
Jetzt schreibt der Steppenwolf einen Beitrag, bei dem er gar nicht weiß, was und wie viel hinterher heraus kommt.
Wenn ihr den Steppenwolf-Blog regelmäßig lest, sind Euch zwei Dinge sicher nicht entgangen: Zum Einen wollte der Steppenwolf den Artikel “Was ist Liebe?” schreiben und zum Zweiten, dass es sich viel in seinen Beiträgen um die Liebe dreht; unter anderem, weil es ihn sehr beschäftigt. Bei dem geplanten Beitrag “Was ist Liebe?” hatte immer im Kopf, es eher nüchtern, sachlich und teilweise aus psychologischer Sicht zu betrachtet, um dann darüber zu schreiben. Das wollte er, aber es kam anders! Nachdem er in letzter Zeit viel über seine Gefühle zu einer Frau, der Liebe und menschlichen Re-aktionen in diesem Zusammenhang auf Steppenwolf-Blog geschrieben hatte, fiel ihm auf, dass er gar keine Stoffsammlung mehr machen musste. Es reicht, wenn er seine Beiträge über die Liebe zu einer bestimmten Frau sammelt und interpretiert, weil so ziemlich alle Facetten (außer Hass) in dem Erlebten vorkommen.
Was ist Liebe? (stark autobiografisch)
Der Steppenwolf hat sich Anfang des Jahres in A., eine Arbeitskollegin, verliebt. Da er ein kopfgesteuerter Mensch ist und sich sehr gut kennt, traute er sich und seinen Gefühlen nicht über den Weg und dachte über darüber nach. In seinem Hinterkopf lauerte nämlich immer wieder das Thema “Ego” und wegen seines sehr präsenten Kopfes war er skeptisch, das zu fühlen, was er glaubte zu fühlen. (Wunsch und Wirklichkeit klaffen da mitunter auseinander, wenn man ehrlich sich gegenüber ist).Dabei kam ihm die erschreckende und absolut wahre Erkenntnis, dass wenn er über Gefühle nachdenken muss, ob es Liebe ist, es eben keine sein können, denn Liebe spürt man und verarbeitet sie nicht im Kopf (oder denkt über sie nach).
Aber wieso lässt er ausgerechnet seinen Kopf so präsent werden? Es ist der Kontrollverlust! Der Steppenwolf war schon immer ein offener Mensch und sieht es auch immer noch so. Aber er hat sich aber nach wirklich mühsamer und hartnäckiger Arbeit über Selbstreflektionen herausgefunden, dass es die Angst ist, los zu lassen, die Kontrolle zu verlieren, die ihn so kopfgesteuert sein lässt. Die Kontrolle zu verlieren bedeutet, die typisch männlichen Attribute wie Verstand, Kontrolle, Stärke und Sicherheit abzugeben (Animus) und die typisch weiblichen Eigenschaften wie Gefühle, Schwäche, Emotionen und den Verlust der Kontrolle (Anima) anzunehmen. Erst wenn man alles aufgibt und sich selbst verliert, gewinnt man alles! Würde man das Thema noch weiter vertiefen und in die Theorie treiben, ist es die Anima, die weibliche Seite, die der Steppenwolf bei sich integrieren sollte. Würde er auch gerne machen, wenn er nicht der Meinung wäre, dass es bereits passiert sei.
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