Die brutale Macht des Ego
18. Juni 2010
Im Laufe des gestrigen Tages lies die Lust und Motivation des Steppenwolfs so stark nach, dass er nicht mehr zu dem Vortrag »”Krankheit als Symbol” fahren wollte. Sein Magen rumorte, rebellierte und er bekam Blähungen; es fühlte sich gar nicht gut an, dort hin zu fahren! Deswegen sagte er der Freundin E. ab, die ihn zu dem Vortrag im Auto mitgenommen hätte. E. reagierte völlig verwundert und begann, darum zu kämpfen dass ich doch noch mitfahre. Es kam das -völlig zu Recht- das Argument, dass ich ja der war, der den Besuch der Veranstaltung initiiert hatte. -Der Steppenwolf dachte intensiv nach!- Dann rief er doch noch zurück und sagte letztendlich wieder zu, denn ihm war mittlerweile klar, was da abgeluafen war.
Das Ego versuchte dem Steppenwolf den Besuch auszureden, denn es wusste, dass er aus dem Besuch des Vortrags etwas ziehen würde, was dem ihm weh tun würde. Irgendeine Erkenntnis, die dem “wahren” Steppenwolf helfen würde und gegen das Ego sein würde. Den Kampf hätte das Ego fast gewonnen, doch da war dann doch noch ein ganz kleiner, weit entfernter Teil des “wahren” Steppenwolfs… Der hat ihm ganz hartnäckig, sehr leise, aber dennoch wahrnehmbar geflüstert, dass das, was er fühlt, falsch ist. Der Steppenwolf unterlässt Dinge und macht sie nicht, wenn sie sich für ihn nicht gut anfühlen; so hätte er es gestern auch gehalten und eben abgesagt. Der penetrante Flüsterer konnte den Steppenwolf aber dann doch noch mit viel Geduld davon überzeugen, dass das “nicht gut anfühlen” ein Schutz des Egos vor schmerzhafter Veränderung, also eine Schutzhaltung, ist.
Es ist faszinierend, aber auch erschreckend, welche Macht das Ego (über den Steppenwolf hat) und diese auch rigoros auslebt. Da er sich mittlerweile aber gut kennt, sehr genau beobachtet und seinen Gefühlen nicht immer so vorbehaltlos traut, konnte das Ego hier nicht gewinnen. Es gutes Gefühl!
So fuhr der Steppenwolf mit 7 Ärztinnen zu dem Vortrag und das war gut so, denn es war ein wirklich erfolgreicher Abend!
Der Steppenwolf hatte das Glück, für den morgigen Vortrag “Krankheit als Symbol” von Ruediger Dahlke eine (nicht ganz billige) Karte zu bekommen. Der Steppenwolf glaubt, dass der Vortrag ganz hilfreich sein, könnte, denn obwohl er sonst völlig gesund ist, hat er seit Anfang des Jahres ein Vuvuzela-Konzert (Tinnitus) in seinem linken Ohr. Da aber die Ärzte mit schulmedizinischen Maßnahmen überhaupt nicht weiter kommen, glaubt er an einen psychomsatischen Hintergrund des Tinnitus.









