21. Juni 2010
[Assoziativ geschriebener Beitrag]
Heute Früh hatte der Steppenwolf -völlig unverhofft und ohne dem entsprechenden Auslöser- einen Gedankenblitz, der ihn erst einmal kurz überrascht hat. Ihm stand nämlich ganz plötzlich der Gedanke “Ich will gar keine Freundin” in den Sinn. Es war nur ein kurzer Moment, aber die Auswirkungen waren gravierend. Es hat sich nämlich gut angefühlt und das fand der Steppenwolf bedenklich.
Er wundert sich ja schon länger, dass er keine Freundin hat, obwohl er attraktiv und auch intelligent ist. Es gibt einfach keinen Grund, warum er auf Frauen nicht anziehend sein sollte, aber trotzdem ist er Single. Nachdem es nicht das erste Mal ist, dass er sich darüber wundert und schon früher (und immer wieder) darüber nachdachte, kam er schon mal auf den Gedanken, dass er keine Freundin möchte, aber verwarf ihn wieder, denn es stimmt einfach nicht. Wenn er in sich hinein hört, will er eine Partnerin, aber das scheint ein falsches Gefühl zu sein. Der wahre Wunsch scheint wirklich der zu sein, keine Frundin zu haben.
Das, was sich dann aber unweigerlich aufdrängt, ist auch zu hinterfragen, warum das so ist. Der Steppenwolf ist schon der Meinung, dass er eine Beziehung möchte, sich dort ganz einbringen Gefühle zeigen möchte (und kann). Wenn er aber keine Beziehung möchte hat er vielleicht doch Angst, Gefühle zu zeigen, was dann das Thema “Integration der Anima” ist, das seit Ruediger Dahlkes Vortrag am letzten Donnerstag ganz klar ein Thema ist.
Und welche Rolle hat das Ego in der ganzen Sache…?
Ok, der Steppenwolf nimmt das mal so an, aber würde schon gerne wissen, warum er sich auf A. mit Haut und Haaren einlassen wollte, was aber nicht ging, weil sie sich für einen anderen entschieden hatte. Da kommt aber ein anderes Schema ins Spiel, dass der Steppenwolf schon an sich entdeckt hat, nämlich dass er sich bei Frauen total einsetzt, die er in jeder Form attraktiv findet, die aber nichts von ihm wollen. Sprich: die Frauen, die er haben könnte, will er nicht und die, die er will, bekommt er nicht. [Nachtrag:]Klingt despektierlich, soll es aber nicht sein. Vorausgesetzt ist natürlich die entsprechende Chemie und das gewisse Etwas…
Resumeé: Das alles ist ein schönes Beispiel zum Gestz der Resonanz: das, was ich mir wünsche, bekomme ich letztendlich auch!