1. Juli 2010
Als die Person, die wir sind, werden wir nicht geboren. Wir kommen als ein Kind auf die Welt, das als erstes einmal schutz- und hilflos ist. Durch viel körperlichen Kontakt zeigen wir ihm, dass es bei uns geschützt ist und geben im das Gefühl der Geborgenheit und Liebe. Weitere Merkmale für neugeborene Kinder sind die absolute Offenheit und die vorbehaltlose, nicht objektbezogene Liebe gegenüber allem Neuen und Jedem, besonders aber den Eltern. Ein Kind ist also in diesem Stadium absolut rein, unbelastet, offen und eine überwältigende Spiritualität lebend.
Doch schon recht bald aber gerät das Kind in den Einfluss der unterschiedlichsten Dinge, die wir gar nicht so wollen. Zwar wollen wir für unser eigenes Kind natürlich immer nur das Beste, aber es ist das Beste aus Sicht der Eltern und nicht der Sicht des Kindes. Und so wird das Kind zu der Person gemacht, die die Eltern haben wollen. Nur das, was aus Sicht des Kindes wirklich wichtig wäre, nämlich so unbefangen, offen und liebevoll zu bleiben, wird ihm regelrecht aberzogen. Man nennt das Erziehung.
Dazu kommen aber noch andere unterschiedliche Punkte:
Die Kindheit, und Jugend (insbesondere aber die ersten Lebensmonate)
Zum Beispiel ein ungewolltes Kind, das auf die Welt kommt, kann sich gar nicht geliebt fühlen. Diese Projektion wird es dann später auch, wenn es diese nicht überwindet, dann auch wieder an seine Kinder weiter geben – es kennt es ja auch nicht anders!
Die Erziehung
Die Erziehung eines Kindes ist eine sehr diffizile Angelegenheit und man hat fast nur die Möglichkeit, etwas falsch zu machen. Ein ganz großes Thema ist “Macht ausüben” von Eltern als Folge der Einflüsse derer Umgebung und Lebensumstände.
Die Erziehung der Eltern mit den Verhaltensmustern, die sie von ihren Eltern wiederum mitbekommen haben
Das ist ein endloses Thema… Es gibt so viele Punkte, die das Kind aus dieser Sicht prägen und man kann den Eltern nicht mal einen ernsthaften Vorwurf machen. Ein Vater, der geschlagen wird, wird das auch an seine Kinder weiter geben. Oder wenn die Eltern immer um die Liebe ihrer Eltern kämpfen mussten, wird das unbewusst an dem Kind ausgelebt, dass es dann auch um Liebe der Eltern kämpfen muss.
Die Erfahrungen, die man in Kindheit und Jugend gemacht hat
Erfahrungen, die das Kind bzw. der Jugendliche macht, fließen auch in der verstärkte Bildung und Ausprägung des Egos mit ein. Zu nenne ist hier z. B. der Gruppenzwang oder die Beeinflussung durch die Personen, mit denen man die Zeit verbringt. Diese Phase der Beeinflussung fängt mittlerweile immer früher an.
Die Gesellschaft und die archetypischen Verhalten
Die Gesellschaft gibt einem jungen Menschen unmissverständlich mit, wie er sich verhalten soll. Wer öffentlich Gefühle zeigt, wird schief angeschaut. So ist es z. B. absolut verpönt, dass ein Junge, wenn er sich weh getan hat, weint. Auf Spielplätzen hört man oft den Satz “Du bist doch ein Mann und der weint nicht”. Warum nicht, wenn es ihm weh tut? (Abgesehen davon ist Schmerz sowieso nur eine reine Erziehungssache). Gesellschaftliche Verhaltensformen werden übernommen und der Mensch unterdrückt dabei seinen wahren Willen (was aber nicht nur für Kinder/ Jugendliche gilt).
Ein Vorschlag: Hüpft mal übermütig durch eine Fußgängerzone, reißt die Arme hoch und singt laut ein Lied dazu! Vielleicht ist Euch ja danach, weil es Euch gut geht, aber die Masse wird Euch für verrückt halten
Morgen geht es mit dem dritten Teil weiter…
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