Das Leben, wie es ist und seine Zwischentöne

War früher alles besser?

5. Juli 2010

Nein, anders!

Der Steppenwolf hat die Tage mal über seinen aktuellen Beziehungsstatus nachgedacht. Er ist Single und das ist auch -wirklich!- gut so.  Als er aber darüber nachdachte, jetzt eine Frau kennen zulernen, kam im seine Jugend/ späte Jugend in den Sinn und wie es damals war; es wäre undenkbar gewesen, alleine zu sein.

Dem Steppenwolf fiel im direkten Vergleich dann auf, dass sich damals zwei Menschen kennen gelernt hatten und es dann einfach miteinander versucht haben. Keine Spielchen, keine Gedanken und Überlegungen, sondern ganz einfach nur “wir sind zusammen!“.

Heute geht das anders. Die Menschen von damals haben sich weiterentwickelt und sind älter geworden. Wenn man heute einen potentiellen Partner kennenlernt, dann versucht man es nicht einfach. Die Kennenlernphase in ein ziemliches Psychospielchen aus.und es geht primär nicht mehr um eine Beziehung, sondern es kommen (unbewusst) die Baustellen auf den Tisch. Es wird nicht mehr frei aus dem Bauch entschieden, sondern rational – Kopf statt Herz. Die Äußerlichkeiten sind wichtiger als die Gefühle und -Steppenwolfs Feststellung-wer möchte heute seinen Partner noch jeden Tag sehen? Es wird immer mehr zu einer Symbiose zweier Einzelgänger, die es nicht gelernt haben, alleine zu sein.

Denkt mal darüber nach!

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Single sein und es bleiben


Weisheiten (14)

4. Juli 2010

“Ein Lächeln ersetzt viele Worte”

(Steppenwolf)


Frauen und Fußball

3. Juli 2010

Steppenwolfs 5-jährige Tochter meinte heute früh aus heiterem Himmel, ob wir uns das Fußballspiel Argentinien – Deutschland anschauen würden. Da wir beide uns aber nur alle zwei Wochen am Wochenende sehen, war es dem Steppenwolf absolut wichtig -genau genommen wichtiger-, mit seiner Tochter etwas zu unternehmen, statt Fußball anzuschauen. Das haben wir dann so auch gemacht. Aber einen Tipp hatte meine Kleine heute Früh auch, als sie meinte “Papa, Deutschland gewinnt natürlich 6:1“.

Dieses Ergebnis war es dann beim 4:0 nicht, aber das Torverhältnis war fast richtig (und wohl genauer als die meisten es getippt haben/ hätten) und sie hatte den deutlich besseren Riecher als die Fußballexperten.


Geschichten aus dem Alltag (11): Erziehung Old School

3. Juli 2010

Als der Steppenwolf mit seiner 5-jährigen Tochter auf einem Spielplatz war, erlebte er, wie ein ca. 7-jähriger Bub aus einiger Höhe von einem Spielgerät stürzte. Der Sturz sah spektakulär aus, tat beim Zusehen schon richtig weh und so war es nicht verwunderlich, dass der Junge das Weinen anfing.

Die besorgten Großeltern stürzten zu ihm hin und das erste, was der Großvater sagte, war -Nein nicht die Frage, ob es ihm gut gehe!-: “Flenn nicht, das macht ein Junge nicht!“. Dem Steppenwolf klappte das Kinn herunter (wunderte sich aber nicht wirklich).
Nichts an diesem einzigen Satz war überhaupt nichts gut und zeigt die Erziehung aus den Zeiten der Großeltern. Dort war es verboten, gegenüber seinen Eltern zu weinen, weil es nicht dem männlichen Rollenbild entsprach und so projizierte der Großvater die Erziehung, die er “genossen” hat, auf das Enkelkind. Abgesehen davon stellt sich der Steppenwolf die Frage, ob man nicht erst einmal das Kind, ob es ihm gut geht.

Der Steppenwolf hatte auch schon heftigste Diskussionen, als sich seine Eltern in die Erziehung seiner Tochter einmischen wollten. Den Satz, “was vor 40 Jahren gut war, muss heute nicht auch gut sein” fand seine Mutter gar nicht gut…

Nachtrag: Dieser Vorfall hat den Steppenwolf dazu veranlasst, bald den Artikel “Schmerz ist Erziehungssache” zu schreiben.


Das Ego (3): Was kann man tun?

2. Juli 2010

Die oben genannten Punkte prägen ein jungen Menschen ungewollt und für sein weiteres Leben (wobei dieser Prozess bis zu seinem Lebensende nie beendet sein wird). Aber wie kann man etwas ändern? Oder besser: muss man überhaupt etwas ändern?

Es ist ist aus Steppenwolfs Sicht nicht der richtige Weg, das Ego zu “überwinden”. Die Menschen sollen nicht gegen ihr Ego sein (wie der Steppenwolf zu Anfang auch), sondern –weil es ein wichtiger Teil von ihnen ist- es annehmen und integrieren. Unterstützend sind auch die folgenden Punkte:

  1. Hören Sie auf, sich angegriffen zu fühlen
  2. Lassen Sie das Bedürfnis los, unbedingt gewinnen zu müssen
  3. Lassen Sie das Bedürfnis los, Recht haben zu müssen
  4. Lassen Sie das Bedürfnis los, besser sein zu müssen
  5. Lassen Sie das Bedürfnis los, immer noch mehr haben zu müssen
  6. Hören Sie damit auf, sich nur mit Ihren Leistungen zu identifizieren
  7. Lassen Sie Ihren Ruf los

Kein Mensch ist fehlerlos und muss es auch nicht sein, aber wenn wir immer den Anspruch an uns selber haben, perfekt zu sein, ist das der falsche Ansatz. Wir alle sollten uns so nehmen, wie wir sind und das Beste daraus machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich nicht anschauen darf, warum wir so sind!

So, das sind Steppenwolfs Ansichten zum Ego und vor allen Dingen, seinem Ego. Er erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit, aber es sind die Erkenntnisse seiner Arbeit an sich und seinem Ego! 

Teil 1: Das Ego: Was ist das?
Teil 2: Das Ego: Woher kommt das Ego?
Das Ego – Kompletter Artikel

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Hinweis, dieses Buch zu lesen?

1. Juli 2010

Wie viele bin ich - und wenn ja, wieviele?Der Steppenwolf hat heute den Spruch “Wer bin ich – und wenn ja, wieviele?” im Radio gehört. Als er dann später auf dem Weg zur Arbeit aus dem Bus stieg, hat er diese Werbung für das iPad gesehen. Das dort abgebildete Buch ist eben das “Wer bin ich – und wenn ja, wieviele?“.

Soll das der Hinweis sein, es zu lesen? Derr Steppenwolf denkt darüber nach!


Was ist wirklich wichtig? Das Leben!

1. Juli 2010

Als der Steppenwolf heute auf der Zugfahrt in die Arbeit im Abteil saß, wurde durchgesagt, dass es “Verspätungen wegen eines Leich…, Notfalleinsatzes” geben wird. Das wurde dann aber korrigiert und alle Fahrgäste mussten an der nächsten Station aussteigen.

Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie die Menschen darauf reagiert haben. Viele haben schon beim Aussteigen hyperventiliert und sind hohlgedreht, “Ich muss in die Arbeit“, “Wann geht es denn weiter?” und “Scheiß Organisation!!“. Viele waren total genervt und sauer, nur der Steppenwolf war ziemlich entspannt. Warum auch nicht? Er konnte nichts ändern und nahm die Situation so an, wie sie war. Und was bedeutet “Ich muss in die Arbeit?” Niemand muss irgendetwas (nur sterben, aber dafür sollten sie davor erst einmal das Leben anfangen!), erst recht nicht arbeiten. Die Menschen sind immer mit irgendetwas unzufrieden, auch wenn sie nicht in die Arbeit kommen. Dort werden sie nämlich gebraucht und sind wichtig, was für sie eine Art Flucht aus der Realität ist.

Als es dann wieder weiter ging, stand der Steppenwolf in einem restlos überfüllten Zug mit Blick nach außen an die Ausgangstür gepresst. Der Zug fuhr dann in sehr langsamen Tempo los und plötzlich sah der Steppenwolf auf dem Gegengleis, die mit Alufolie abgedeckte Leiche. Plötzlich waren “Personenschäden” nicht mehr weit weg sondern ganz real. Und das Thema “Tod” lag quasi auf dem anderen Gleis. Nicht dass der Steppenwolf ein Problem damit hätte, aber trotzdem machte es den Steppenwolf nachdenklich. Er freute sich, dass er am Leben und gesund ist, dass es ihm gut geht und der Zug ihn (allerdings mit beträchtlicher) Verspätung in Richtung Arbeit brachte.
Seine Mitfahrer dagegen fluchten und waren wegen der Verspätung unzufrieden. Vermutlich können sie sich gar nicht freuen, dass sie am Leben sind, weil sie das einfach voraussetzen. Aber: es ist nicht selbstverständlich, dass man jeden Morgen aufwacht und gesund ist!

Denkt mal darüber nach!


Das Ego (2): Woher kommt das Ego?

1. Juli 2010

Als die Person, die wir sind, werden wir nicht geboren. Wir kommen als ein Kind auf die Welt, das als erstes einmal schutz- und hilflos ist. Durch viel körperlichen Kontakt zeigen wir ihm, dass es bei uns geschützt ist und geben im das Gefühl der Geborgenheit und Liebe. Weitere Merkmale für neugeborene Kinder sind die absolute Offenheit und die vorbehaltlose, nicht objektbezogene Liebe gegenüber allem Neuen und Jedem, besonders aber den Eltern. Ein Kind ist also in diesem Stadium absolut rein, unbelastet, offen und eine überwältigende Spiritualität lebend.

Doch schon recht bald aber gerät das Kind in den Einfluss der unterschiedlichsten Dinge, die wir gar nicht so wollen. Zwar wollen wir für unser eigenes Kind natürlich immer nur das Beste, aber es ist das Beste aus Sicht der Eltern und nicht der Sicht des Kindes. Und so wird das Kind zu der Person gemacht, die die Eltern haben wollen. Nur das, was aus Sicht des Kindes wirklich wichtig wäre, nämlich so unbefangen, offen und liebevoll zu bleiben, wird ihm regelrecht aberzogen. Man nennt das Erziehung.

Dazu kommen aber noch andere unterschiedliche Punkte:

Die Kindheit, und Jugend (insbesondere aber die ersten Lebensmonate)
Zum Beispiel ein ungewolltes Kind, das auf die Welt kommt, kann sich gar nicht geliebt fühlen. Diese Projektion wird es dann später auch, wenn es diese nicht überwindet, dann auch wieder an seine Kinder weiter geben – es kennt es ja auch nicht anders!

Die Erziehung
Die Erziehung eines Kindes ist eine sehr diffizile Angelegenheit und man hat fast nur die Möglichkeit, etwas falsch zu machen. Ein ganz großes Thema ist “Macht ausüben” von Eltern als Folge der Einflüsse derer Umgebung und Lebensumstände.

Die Erziehung der Eltern mit den Verhaltensmustern, die sie von ihren Eltern wiederum mitbekommen haben
Das ist ein endloses Thema… Es gibt so viele Punkte, die das Kind aus dieser Sicht prägen und man kann den Eltern nicht mal einen ernsthaften Vorwurf machen. Ein Vater, der geschlagen wird, wird das auch an seine Kinder weiter geben. Oder wenn die Eltern immer um die Liebe ihrer Eltern kämpfen mussten, wird das unbewusst an dem Kind ausgelebt, dass es dann auch um Liebe der Eltern kämpfen muss.

Die Erfahrungen, die man in Kindheit und Jugend gemacht hat
Erfahrungen, die das Kind bzw. der Jugendliche macht, fließen auch in der verstärkte Bildung und Ausprägung des Egos mit ein. Zu nenne ist hier z. B. der Gruppenzwang oder die Beeinflussung durch die Personen, mit denen man die Zeit verbringt. Diese Phase der Beeinflussung fängt mittlerweile immer früher an.

Die Gesellschaft und die archetypischen Verhalten
Die Gesellschaft gibt einem jungen Menschen unmissverständlich mit, wie er sich verhalten soll. Wer öffentlich Gefühle zeigt, wird schief angeschaut. So ist es z. B. absolut verpönt, dass ein Junge, wenn er sich weh getan hat, weint. Auf Spielplätzen hört man oft den Satz “Du bist doch ein Mann und der weint nicht”. Warum nicht, wenn es ihm weh tut? (Abgesehen davon ist Schmerz sowieso nur eine reine Erziehungssache). Gesellschaftliche Verhaltensformen werden übernommen und der Mensch unterdrückt dabei seinen wahren Willen (was aber nicht nur für Kinder/ Jugendliche gilt).
Ein Vorschlag: Hüpft mal übermütig durch eine Fußgängerzone, reißt die Arme hoch und singt laut ein Lied dazu! Vielleicht ist Euch ja danach, weil es Euch gut geht, aber die Masse wird Euch für verrückt halten

Morgen geht es mit dem dritten Teil weiter…

Das könnte auch interessant sein:
Teil 1 Das Ego – was ist das?
Teil 3: Das Ego – Was kann man tun?
Das Ego – Kompletter Artikel


Das Ego (1): Was ist das?

30. Juni 2010

Das Ego und Ich sind identisch und es wird begrifflich nicht zwischen beiden unterschieden. Die Bezeichnung “Ego” statt “Ich” wird in der westlichen Esoterik verwendet, die das Ego als Zentrum der Persönlichkeit vom (höheren oder wahren) Selbst unterscheidet.
Soweit die sachliche, nüchterne Beschreibung eines der wichtigsten Teile von uns selbst.

So nüchtern das klingt, war es doch der Knackpunkt in Steppenwolfs Recherche, nach dem er begann, alles bis dahin gesammelte Material komplett zu überdenken und zu überarbeiten. Lange hatte sich der Steppenwolf vorgenommen, einen Beitrag über das Ego zu schreiben. Anlass war letztendlich, dass er nicht mehr zu dem Vortrag von Ruediger Dahlke gehen wollte (Die brutale Macht des Ego). Seit diesem Moment beschäftigte sich der Steppenwolf sehr ausführlich mit seinem Ego und dem Ego an sich. Nach der Phase der Stoffsammlung begann er zu schreiben, aber je mehr er sich damit beschäftigte, desto interessanter waren die Erkenntnisse über darüber, was das Ego ist und wie man mit ihm umgeht. Deswegen wurde dieser Beitrag ganz anders als der, den er vor hatte zu schreiben.

Für ihn gab es bis dahin immer zwei Seiten in sich, das -gute und positive- Ich (Höheres Selbst) und das -schlechte und negative- Ego. Da nun beide das selbe sind, stand er vor einem Problem. Wenn das negative Ego wirklich das positive Ich (höheres Selbst) ist, dann ist das, was der Steppenwolf als negative Seite an sich ablehnt -sein Ego- seine wahre Natur! Und die Konsequenz daraus kann deswegen zwangsläufig nur die sein, dass der Steppenwolf das so annimmt und sich so nimmt, wie er ist!

Wenn man im Internet nach “Ego” sucht, stößt man unweigerlich auf die Aussagen, dass man “sein Ego überwinden” soll. Das ist nicht der richtige Weg, denn die Menschen müssen nicht gegen ihr Ego sein (wie der Steppenwolf zu Anfang auch), sondern –weil es ein wichtiger Teil von ihnen ist- es annehmen und integrieren.

Morgen geht es mit dem zweiten Teil weiter…

Das könnte auch interessant sein:
Teil 1: Ego – Woher kommt das Ego?
Teil 3: Das Ego – Was kann man tun?
Das Ego – Kompletter Artikel


Traum vom 30.06.2010

30. Juni 2010

Der Steppenwolf hatte heute Nacht einen sehr einprägsamen Traum, hier der Originaltext:

Es gibt bei mir eine Razzia und muss alles Illegale aus dem Keller holen. Ich verpfeife die illegalen Menschen aus meinem Keller nicht und dafür wollen sie mich in eine neue Welt bringen. Beim Start der Überfahrt [mit einem Segelschiff] ist die Bahre des Anführers der Illegalen leer und ich muss flüchten. Erster Weg ist zu Elke, die mir hilft. Sie möchte sich einen Motor für ein Motorrad kaufen. Ich nehme bei ihr einen Pulli mit. Dann komme ich wieder bei Claudia und ihrer Familie vorbei (sie ihr Mann, zwei Kinder, eins davon 5 Jahre alt und eins ist ein Neugeborenes), die mir wieder hilft, was ich aber nicht offen ausspreche. Offenbar haben sie mir schon öfter geholfen (da war ich mir sicher). Ich finde Claudia sehr attraktiv, aber mag ihren Mann auch sehr gerne, weil er sehr sympathisch ist. Irgendjemand macht dann aber einen Fehler und die Ploizei kommt wieder auf meine Spur.

Dann ist er relativ erschreckt aufgewacht.
Die Deutung an sich ist wieder mal nicht schwer und entspricht vom Energieschema her voll und ganz meiner Entwicklungsphase.


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